In den letzten zwei Wochen habe ich meine Website vollständig überarbeitet und dabei erstmals eine vollständige Lightmode-Version für diese entwickelt, den bisherigen Darkmode weiter verfeinert sowie neue Flyer und Visitenkarten gestaltet.
Da ich selbst aus dem Web- und Grafikdesign komme, ist es ein besonderes Privileg, meine eigene Präsenz genau so gestalten zu können, wie sie meiner heutigen Arbeit entspricht. Bei diesem Prozess ging es um die Frage, wie sich meine berufliche Neuausrichtung auch visuell ausdrücken darf.
Vom Design-Schwerpunkt zur Coaching-Präsenz
Früher lag der Schwerpunkt meiner Arbeit deutlich stärker auf Design. Das durfte man meiner Website auch ansehen. Die Gestaltung war kräftiger, kontrastreicher und insgesamt präsenter. Das passte damals gut zu meiner Ausrichtung und zu dem, was im Vordergrund stehen sollte.
Inzwischen hat sich mein Fokus jedoch deutlich verschoben. Heute liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit im Coaching. Gestaltung gehört weiterhin zu meinem beruflichen Hintergrund und zu meiner Erfahrung, sie steht jedoch nicht mehr im Zentrum meiner Tätigkeit. Genau das sollte sich auch in der neuen CI widerspiegeln.
Die Gestaltung darf heute stärker begleiten als dominieren. Sie soll Atmosphäre schaffen, Orientierung geben und den eigentlichen Inhalten mehr Raum lassen.
Wie sich Atmosphäre in Gestaltung übersetzen lässt
Wenn ich früher Websites, Grafiken oder Corporate Designs für Kundinnen und Kunden entwickelt habe, war es mir wichtig, möglichst bereits beim Erstgespräch direkt vor Ort zu sein — in Praxisräumen, Geschäftsräumen oder an dem Ort, an dem die Menschen tatsächlich arbeiten. Dort ging es nicht nur um Inhalte oder Anforderungen, sondern auch um Atmosphäre. Wie wirkt dieser Raum? Wie fühlt sich die Zusammenarbeit mit diesem Menschen an? Was transportiert dieser Ort bereits, noch bevor überhaupt Gestaltung entsteht?
Genau dieselbe Frage habe ich mir nun bei meiner eigenen Website gestellt:
Wie fühlt es sich an, bei mir im Coaching zu sein?
Diese Frage wurde zur Grundlage für die neue Gestaltung.
Warum ein Lightmode dazugekommen ist
Der neue Lightmode spielt dabei eine wichtige Rolle. Die bisherige Website war stark vom Darkmode geprägt. Ich mag diese Ästhetik nach wie vor sehr. Darkmode kann ruhig, modern, fokussiert und professionell wirken. Gleichzeitig bringt er aber auch eine gewisse Dichte und Schwere mit sich.
Der Lightmode öffnet den Auftritt stärker. Er wirkt heller, leichter und zugänglicher. Gerade für meine heutige Arbeit als Coach fühlte sich das zunehmend passender an.
Hinzu kommt, dass Menschen sehr unterschiedlich auf solche Umgebungen reagieren. Manche arbeiten und lesen am liebsten im Darkmode, andere empfinden helle Oberflächen als angenehmer und offener. Viele wechseln je nach Tageszeit oder Stimmung zwischen beiden Varianten. Ich finde den Gedanken schön, Menschen dort abzuholen, wo sie sich selbst wohler fühlen und wie sie digitale Räume am liebsten wahrnehmen.
Deshalb wollte ich die Website nicht einfach von dunkel auf hell umstellen. Beide Modi dürfen nebeneinander existieren und jeweils eine etwas andere Atmosphäre transportieren.
Ruhiger, klarer und zurückhaltender
Auch die gesamte Farbwelt hat sich verändert. Die neuen Farben sind etwas entsättigter, ruhiger und gediegener geworden. Die Gestaltung insgesamt nimmt sich stärker zurück. Sie soll heute weniger Aufmerksamkeit auf sich selbst ziehen und mehr Raum für die Inhalte und für meine eigentliche Tätigkeit schaffen.
Dabei ging es mir nie darum, möglichst minimalistisch oder trendig zu wirken. Wichtig war mir vielmehr eine Präsenz, die sich klar, ruhig, warm und professionell anfühlt — online genauso wie in meinen Flyern, Visitenkarten und im Coaching selbst.
Die gesamte CI habe ich deshalb bewusst als zusammenhängende visuelle Sprache weiterentwickelt. Website, Flyer, Visitenkarten, Farbwelt und Bildsprache greifen heute deutlich stärker ineinander als zuvor.
Gestaltung transportiert immer etwas — oft lange bevor ein erster Satz bewusst gelesen wird.
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